Tod und Wiedergeburt

Was versteht man unter "Kreislauf von Tod und Wiedergeburt"? Unser wahres Selbst kann nicht sterben. Lediglich unser Körper ist diesem Vorgang ausgeliefert. Wir selbst befinden uns nach dem buddhistischen Lehren meistens in einem Kreislauf von körperlichem Sterben und späterer körperlicher Wiedergeburt. Somit waren wir schon sehr oft in einem physischen Körper auf dieser Erde und werden es möglicherweise noch öfter sein. Allerdings gibst es auch noch abweichende Erkenntnisse was nach dem Tod passiert.

Nachdem der Sterbeprozess abgeschlossen war und wir den Lichterscheinungen begegneten, erleben wir einen vollkommenen Rückblick auf unser vergangenes Leben (buddhistische Lehre). Dabei befinden wir uns in einer Art Gerichtsbarkeit. Alle Gedanken und Taten des vergangenen Lebens, werden wörtlich und gefühlsmäßig erörtert. Wir sind konfrontiert mit einem Ankläger (dunkles dämonisches Wesen), einem Verteidiger (ein helles mitfühlendes Wesen) und einem Vorsitzenden (dem Herrn des Gerichts) welcher vor sich eine große 2-schalige Waage aufgestellt hat. Alles Positive (+ Karma) kommt in die eine (nach dem buddhistischen: weiße Steinchen) und alles Negative (- Karma) in die andere Schale (nach dem buddhistischen: schwarze Steinchen).

Daraus ergibt sich dann das Urteil, welches der Herr des Gerichts fällt bzw. auch wir durch uns und über uns selbst zu fällen haben, je nachdem, ob unser positives, oder negatives Karma angewachsen ist, bzw. wir uns auch unsere restlichen Verfehlungen selbst verzeihen können. Dieses Urteil entscheidet über unseren weiteren Verlauf. In den meisten Fällen ist eine Reinkarnation der beste Weg für uns, damit wir die Chance erhalten unser Fehlverhalten radikal zu ändern und unsere Liebe zu Gott und den Menschen zu verinnerlichen.

Es ist allerdings auch möglich, bei Menschen welche würdig sind, dass diese wenigen, aufgrund der Liebe, Güte und Barmherzigkeit Gottes nicht mehr in den Kreislauf der Reinkarnation eintreten müssen. Die christlichen Konfessionen lehren dies jedoch für alle Christen, dass für alle welche getauft wurden (gute oder böse Menschen) automatisch eine Reinkarnation nicht mehr stattfindet, weil angeblich Gott allen diesen Menschen Ihre Schuld vergibt und den meisten anderen nicht. Diese Sicht würde jedoch voraussetzen, dass Gott parteiisch und ungerecht sein müsste und der überwiegenden Mehrheit der Menschen, SEINE Liebe, Güte und Barmherzigkeit nicht im gleichen Maß angedeihen lassen will. In jedem Menschen sollte jedoch verinnerlicht sein, dass Gott niemals, nach welchen Vorstellungen auch immer, ungerecht und parteiisch ist. Konfessionen, gleich welcher Art, tun sich immer schwer, ihre eigenen Verlautbarungen und Dogmen zu hinterfragen und auf das wahre Gottesbild zu revidieren. Stellen wir uns doch einfach mal vor, dass, wenn ein Mensch mit großen Verfehlungen sein ganzes Leben lang, zum Beispiel ein Mörder, Räuber, Kinderschänder, Dieb, ein vielfaches Verhöhnen Gottes, ein Kirchenschänder, Menschenverächter, Tiere- und Naturschänder usw. usw., nur weil er getauft ist und einer christlichen Konfession angehört und dann kurz vor seinem Tod aus lauter Angst um Verzeihung bittet, sich nicht so einfach aus seinen Sünden stehlen, und die Liebe und Güte Gottes nicht so einfach benutzen und ausnutzen kann. Gott lässt sich nicht benutzen, von niemanden, weder von Sündern noch von Päpsten, Mullas oder Priestern welche den Menschen Ablass und Aufhebung der Sünden versprechen!

Überdies darf keinesfalls unerwähnt bleiben, wo aus vielen persönlichen Erfahrungen anerkannter und spiritistisch begabter Seelenforscher, nach dem Tod des Körpers mit dem Übergang ins Jenseits eine Dimension "Zeit" keine wesentliche Rolle mehr spielt. Die verstorbenen Seelen befinden sich in einem Art Raumkontinuum ohne Zeitempfinden in einem Raumbereich welche als die "Reinigung" bekannt ist. Die Seelen erleben dort eine Läuterung ihres Bewusstseins, welche nach unseren Begriffen Wochen oder sogar viele, viele Jahre andauern kann, jedoch für die Seele, welche ja keine Zeitbegriffe mehr hat, lediglich das Gefühl von eines notwendigen Aufenthaltes zur geistigen Reinigung vermittelt. Mehrere spiritistische Forscher berichten übereinstimmend aus medialen Sitzungen, dass jede geläuterte Seele  ihren eigenen "Himmelszustand" erfährt, so wie sich die Seele das als schönsten Aufenthalt im Paradies vorstellt. War der Verstorbene mit Herz und Seele Arzt und Forscher, so wird er drüben alles vorfinden was sich sein Herz für diese Aufgabe wünscht und er wird weitere Forschungsergebnisse in Form von Energieströmen an die Menschheit zurückleiten können. War er zu Lebzeiten leidenschaftlicher Fußballer, so wird sein Paradies dementsprechend gestaltet sein, und war seine liebste Tätigkeit "Seelsorger", so wird er auch im Paradies seine helfende Tätigkeit ausüben können. Hier findet eine deutliche Annäherung in Richtung "Christliche Lehren", teilweise abweichend zu den buddhisstischen, statt.

Ob also diese paradiesischen Zustände von Dauer sind, oder nur einen Zwischenzustand darstellen, ist nicht so klar bekannt, ob nicht doch „später“ der Kreislauf von Tod und Wiedergeburt wieder einsetzt. Wie und wie lange hier die Seelen im "Raum der Reinigung" lernen, büßen, verharren, sich weiterbilden und ..?, oder einer weiteren Reinkarnation durchleben müssen, ist nicht näher bekannt. Nur so viel, alle diese Vorgänge werden von geistigen Führern und Engeln überwacht und gesteuert. Es ist daher fraglich, ob die verstorbenen Seelen durch das fehlende Zeitgefühl in ihrem Seelenzustand noch Interesse, bzw. die Möglichkeit haben zu versuchen, mit ihren Zurückgebliebenen Kontakt aufzunehmen. Unsere begrenzten Zeitbegriffe sind nicht geeignet darüber Aussagen machen zu können.

Nun wieder Zurück zu den buddhistischen Lehren. Nach dem Urteil sind wir einer Läuterung (und Vorbereitung auf eine Reinkarnation, was ja für die meisten Menschen zutrifft) unterzogen. Wir werden auch dann von unseren Lieben, welche schon vorher gestorben waren und noch keine Wiedergeburt gestartet haben, herzlichst empfangen. Wenn wir klug sind und nicht überstürzt in irgendeine nächste Reinkarnation hineinstolpern, werden wir die kommende Zeit für eine gute Vorbereitung auf das kommende Leben nutzen. Wir bauen Energien auf, was wir werden, wie wir leben und was wir verbessern wollen.

Je nach Verlangen, eine Verbesserung unserer Karma-Situation herbei zu führen, fühlen wir uns mehr und mehr zu einer neuerlichen Reinkarnation hingezogen. Wir wählen unsere kommende Mutter aus und werden uns beim Liebesakt mit unserem künftigen Vater, in dem Moment wo der Samen sich im Ei einnistet, in den Mutterkörper hineingezogen. Nun findet ein Umkehrprozess zum Sterben statt. Unser Erinnerungsvermögen (Seelenbewusstsein) an die vielen Leben vorher schwindet mehr und mehr. Natürlich sind wir über die gesamte Zeit des Werdens geistig in einer Entwicklungsphase welche in dem Maß zunimmt, wie das Seelenbewusstsein abnimmt.

Abschließend ergibt sich ein Gesamtbild welches aus vielen einzelnen Bildern besteht und scheinbar große Vielfalt und auch Widersprüche aufweist. Es liegt wohl daran, dass wir die Mannigfaltigkeit Gottes und seine unerschöpfliche Vielfalt wohl durch unsere eingeschränkte Verstandeskraft nicht begreifen und verstehen können.

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